Gestern beendeten wir unsere Tagesetappe im Pismo Sands RV Park, der uns Wi-Fi, Spa und einen großen Pool versprach. Zum ersten Mal auf unserer Reise konnten wir einen beleuchteten und beheizten Wirlpool genießen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück unter freiem Himmel und weiterem Poolgenuß begaben wir uns Richtung San Simeon zum Hearst Castle.
(weitere Fotos unter: galerie.photo-fisch.de)William Randolph Hearst (1863 - 1951), erbaute auf den Hügeln von San Simeon, CA, ein Anwesen im 'mediterranen' Stil, zu einer Zeit, in der viele reiche Amerikaner palastähnliche Landhäuser errichteten. Hierzu importierte er viele Baustoffe aus Europa, hauptsächlich aus Italien und Spanien. Einige seiner tempelähnlichen Bauten enthalten Teilstücke altgriechischer und italienischer Gebäude verschiedenster Epochen.
Die Anlage umfasst 2 Pools, 3 Gästehäuser mit je zwischen 10 und 19 Zimmern, ein Haupthaus mit 110(!) Zimmern und eine riesige Gartenanlage mit ehemaligem Privatzoo und Tennisplätzen, um den die Gästezimmer und das Haupthaus gruppiert sind.
Die 75-minütige Führung gab uns Einblicke in eines der, nach dem Ausblick aus dem jeweiligen Wohnzimmer benannten, Gästehäuser, sowie in die größeren Versammlungsräume des Haupthauses. Zum Schutz der zahlreich vorhandenen Kunstgegenstände sind die Räume soweit wie möglich verdunkelt. So war es leider schwierig, Bilder von den Innenräumen zu knipsen, auch wenn dies von der Tourleitung ausdrücklich erlaubt wurde.
Weiter gings Richtung Norden. Doch unser Tagesziel sollten wir nicht erreichen. Ca. 17 Meilen vor Big Sur, CA, wurden wir auf ein Feuer am Seitenhang der Küstenstraße hingewiesen. Zu diesem Zeitpunkt ging jedoch schon gut 20 Meilen lang kein Abzweig mehr von der Straße ab und unser Benzinvorrat neigte sich dem Ende zu. Wir beschlossen weiter zu fahren und unser Glück zu versuchen. Weitere 2 Meilen später hatte dieser Versuch jede Aussicht auf Erfolg verwirkt. Es kamen uns inzwischen Autos entgegen, die uns zuvor bereits einmal überholt hatten. In einer Rastbucht erfuhren wir, dass die Straße wahrscheinlich noch 6 Stunden lang gesperrt sein würde.
(weitere Fotos unter: galerie.photo-fisch.de)Da sämtliche Versuche, die noch übrige Benzinmenge zu errechnen scheiterten und wir nicht genau wissen konnten, ob wir die ca. 25 Meilen entfernte Tankstelle hinter uns erreichen würden, beschlossen wir, an Ort und Stelle auszuhalten. Ein improvisiertes Abendessen und die Reste unserer Liquor-Vorräte sollten uns auf die Küstenkälte vorbereiten und dann gings ins Bett.
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