Die Albuquerque International Balloon Fiesta sehen wir zwar nicht (da sie jährlich im Oktober stattfindet), trotzdem lohnt sich der Besuch Albuquerques. Die Old Town zielt natürlich mit ihren zahllosen Souvenirgeschäften genau auf den Tourismus ab, dennoch vermitteln Adobe-Bauweise und Dekoration einen (aus unserer Sicht) schönen Eindruck lateinamerikanischer Lebensart. Hier muss nun endlich ein Eis sein!
(weitere Fotos unter: galerie.photo-fisch.de)Anschließend wollen wir auf der Central Avenue nochmal ein Stück östlich entlang der historischen Route 66 fahren, kehren aber ängstlich vor einer sehr steilen Highway-Unterführung mit nur 13'11'' um. Unser WoMo ist mindestens 12 Fuß hoch, auch 14 Fuß Höhe haben wir schon genannt bekommen. Das Risiko, wie augenscheinlich einige vor uns, am Brückenträger entlang zu schaben und die Klimaanlage zu beschädigen, wollen wir dann lieber nicht eingehen, kehren deshalb um und fahren nach Westen in Richtung Gallup zu unserem heutigen Tagesziel.
Der Reiseführer empfiehlt, dort bei Sonnenuntergang anzukommen, also haben wir etwas Zeit und halten deshalb hier und dort mal an. Auch den Rio Grande überqueren wir ein paar Male, ganz so 'grande' ist er aber nicht...
Der Reiseführer erzählt vom 'Glatzenberg' Mount Taylor, auf dem ab etwa 3000 m Höhe keine Bäume mehr wachsen. Doch wo versteckt er sich nur?
(weitere Fotos unter: galerie.photo-fisch.de)In Budville halten wir an einem verlassenen Trading Post auf einen Kaffee, den wir uns aber selbst kochen müssen. Beim Blick nach vorn, den Hügel hinunter, entdecken wir den Mt. Taylor, dessen Spitze tatsächlich nackt wirkt.
In Villa de Cubero soll Hemmingway einst den 'Alten Mann und das Meer' verfasst haben. Ruhe zum Schreiben hatte er hier definitiv. Durch San Fidel hindurch, vorbei an verlassenen Tankstellen, Motels und Shops, die von besseren Zeiten berichten, nach McCarthys. Hier entdecken wir die am Berghang gelegene Kirche Santa Maria de Acoma beinahe mühelos und lassen uns vom schwarzen Lavagestein beeindrucken.
Grants, Prewitt und Thoreau sind weitere 'Nester' entlang der Strecke, die uns anschließend zur Continental Divide führt, zur als 'Dach der Nationen' bezeichneten Höhenlinie. Alles Wasser westlich dieser Linie fließt zum Pazifik, alles östlich davon zum Atlantik. Der dortige Indian Market hat allerdings bereits geschlossen und so entgehen uns "Gummi-Tomahawks und anderer Indian-Kitsch" wie unser Reiseführer sich ausdrückt.
Nun wollen wir dringend Gallup erreichen, da es langsam dämmert. Einen Supermarkt brauchen wir noch und den Campground wollen wir auch noch erreichen.
Letzerer stellt sich als Geheimtip heraus. Der Besitzer, John, ist klasse und gibt uns um 20.02 Uhr einen Stellplatz, der bis 20 Uhr reserviert war. Fast tun mir diejenigen leid, die nun das Nachsehen haben. Auf dem Stellplatz neben uns entdecken wir ein weiteres - das erste - Cruise-America-WoMo; deren Bewohner haben sich aber bereits verkrochen und werden sich auch am Morgen nicht zeigen.
Dafür aber fällt am Morgen Schnee, der zwar nicht liegen bleibt, uns aber verunsichert. Muss der Grand Canyon nun ausfallen?
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